OSMTH Deutschland e.V.

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Gebet zu Trinitatis / zum Dreifaltigkeitssonntag

Morgen feiert die Kirche das Fest Trinitatis, den Dreifaltigkeitssonntag. Christen glauben an Gott, der sich in drei Gestalten zeigt: als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Diese dreifache Offenbarung Gottes nennt man Dreieinigkeit (lateinisch „Trinität“). Mit Trinitatis kommt die Zeit großer Feste im Kirchenjahr, von Weihnachten über Ostern bis Pfingsten, zum Abschluss.

Wer über die Dreifaltigkeit meditiert, dessen Gottesbild kommt in Bewegung – vergleichbar dem spannungsvollen Aufbau eines Atoms aus Protonen, Elektronen und Neutronen. Man kann den Vater, der alles geschaffen hat, nicht ohne den Sohn denken, der den Weg des Loslassen lehrte und lebte. Und beide nicht ohne den Geist der Liebe, der die Gegensätze des Lebens verbindet.

Wie im Himmel so auf Erden: Unsere Gottesvorstellung sind immer auch Spiegel der menschlichen Seele. Oder umgekehrt: Da der Mensch nach jüdischer und christlicher Vorstellung nach dem Bilde Gottes geschaffen ist, ist es nicht verwunderlich, wenn sich trinitarische Muster auch in der Psychologie wiederfinden, zum Beispiel in der tiefenpsychologischen Instanzenlehre von Über-Ich, Es und Ich.

Ihnen und Euch einen gesegneten Sonntag

nnDnn
Dr. Jörg Mosig, Ordenspfarrer


Gott,
Noch vor dem Anfang, noch bevor alles geworden ist, warst Du.
Du hast die Welt geschaffen, hell und dunkel, Wasser und Land, Tier und Mensch.
Du hast die Menschen ähnlich gemacht wie Dich.
Lebendig, mitfühlend, kraftvoll.
Aber ihr Leben endet.

Gott,
Deinen Sohn hast Du auf die Welt geschickt.
Er ist geworden wie wir. Damit wir werden können wie er.
Er hat Menschen herausgerufen aus ihren Fischerbooten und von den Werkbänken.
Ist durchs Land gezogen und hat von Dir erzählt.
Dann haben die Menschen ihn getötet.
Sein Menschenleben war zu Ende.

Gott,
Du webst feine Verbindungen zwischen Menschen.
Du schenkst immer wieder Klang und Seele.
Dein Geist trägt uns.
Deine Weisheit lässt uns atmen und tanzen.
Dein Geist verbindet uns, mit dir und mit einander. Immer wieder neu.
Und so bitten wir um Deine Gnade,
um Deine Liebe
und um Deine Gemeinschaft.

Ehre sei dem Vater durch den Sohn im Heiligen Geist –
dem einen Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Heute und immer.

Amen.

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