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Templerkapelle in Metz

Mitglieder der Komturei Bad Honnef besuchten in Metz die Templerkapelle, die aber leider verschlossen war. Nachfolgend die Übersetzung der Hinweistafel, die vor der Kapelle steht:

Die Kapelle ist ein Relikt der großen Kreuzzugbewegung des XII. Jahrhunderts und diente den Pilgern auf dem Weg ins Heilige Land als Schutz. Der Orden der Templer hat in allen Regionen des Westens zwischen 1150 und 1250 Kommenden errichtet. Die in Metz wurde zwischen 1180 und 1220 erbaut und ist eine der ersten auf dem Boden des Heiligen Römischen Reiches. Sie behielt diese Funktion bis zur Auflösung des Ordens der Templer im Jahre 1310 und wurde dann dem Orden der teutonischen Ritter übergeben. Nur die oktogonale Kapelle der Kommende wurde bei der Errichtung der Zitadelle von Metz im XV. Jahrhundert nicht zerstört. Die oktogonale Architektur ist spätromanischer Stil und das einzige Exemplar einer als Rundbau errichteten Kirche in der Region. Sie steht exemplarisch für die Architektur des Übergangs vom Rundbogen zum eleganten Spitzbogen, der auf schmalen Wandsäulen ruht. Eine Taube, die den Heiligen Geist repräsentiert, dient als Schlussstein. Es sind noch Spuren von Fresken auf dem XV. Jahrhundert sichtbar.

Ab dem XVI. Jahrhundert wurde die Kirche militärisch genutzt. Diese Nutzung behielt sie bis zum Anfang des XX. Jahrhunderts, wobei sie insbesondere als Lager für Schießpulver und dann um 1900 als Telefonzentrale für militärische Dienste genutzt wurde. Im Jahre 1840 wurde sie von Prosper Mérimée, dem Generalinspektor für historische Bauwerke, auf die erste Liste der denkmalgeschützten historischen Bauwerke in Frankreich gesetzt. Im Jahre 1905 verkaufte die Armee die Kirche an die Stadt Metz. Aus dieser Zeit stammen die Kirchenfenster und der größte Teil der Innenmalereien.